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v.l.: Verena von Weiss, Inge Hofkens, Dr. Mandy Pastohr

Aurubis nimmt Dampfspeicheranlage an einem der größten Multimetall-Recyclingstandorte Europas in Lünen in Betrieb

  • Jährliche Einsparung von 2 Mio. m³ Erdgas und 5.000 Tonnen CO₂
  • Investitionen von rund 10 Mio. €; EBITDA-Beitrag von über 1 Mio. € pro Jahr

Mit der erfolgreichen Inbetriebnahme einer neuen Dampfspeicheranlage am Standort Lünen setzt die Aurubis AG einen weiteren Meilenstein für eine klimafreundlichere Metallproduktion. Rund 10 Millionen Euro investierte der Multimetall-Recycler in die Anlage, die nicht nur die Energieeffizienz deutlich steigert, sondern jährlich etwa 5.000 Tonnen CO₂ einspart.

Die Anlage besteht aus vier Hochdruck-Dampfspeichern und ermöglicht es, überschüssigen Dampf aus der Kupferproduktion, der aus der Abwärme unserer Öfen erzeugt wird, zwischenzuspeichern und ihn bedarfsgerecht zur Verfügung zu stellen. Der gespeicherte Dampf wird als Prozessdampf in der Produktion genutzt; zudem versorgt er die Wärmeinfrastruktur des Werks, einschließlich unserer Verwaltungsgebäude. Damit entfällt eine erneute Dampferzeugung mit Erdgas.

So reduziert Aurubis den Einsatz erdgasbetriebener Großwasserraumkessel erheblich. Insgesamt spart der Standort Lünen dadurch jährlich etwa 2 Millionen Kubikmeter1) Erdgas – das entspricht dem Jahresverbrauch von rund 1.000 Einfamilienhäusern.

Die Investition wurde im Zeit- und Budgetrahmen abgeschlossen und wird sich auch wirtschaftlich auszahlen: Die neue Anlage trägt mit über 1 Mio. Euro pro Jahr zum operativen Ergebnis (EBITDA) der Aurubis-Gruppe bei.

„Mit der Fertigstellung der Dampfspeicheranlage senden wir ein starkes Signal für nachhaltige Industrieproduktion – in der Region und darüber hinaus“, sagt Verena von Weiss, Werkleiterin Aurubis Lünen. „Das Projekt zeigt, dass Klimaschutz und industrielle Innovation Hand in Hand gehen können. Es ist ein zentraler Baustein unserer CO₂-Strategie vor Ort.“

Inge Hofkens, Vorständin für Multimetall Recycling bei Aurubis, betont: „Die neue Dampfspeicheranlage zeigt eindrucksvoll, wie wir bei Aurubis Energieeffizienz, Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz in Einklang bringen – gerade angesichts steigender Energiekosten. Gleichzeitig stärken wir damit unsere Wettbewerbsfähigkeit und leisten einen konkreten Beitrag zur Energiewende.“

Die Anlage zahlt auf die konzernweiten Klimaziele von Aurubis ein, die eine Reduktion der Scope-1- und Scope-2-Emissionen um 50 % bis zum Jahr 2030 vorsehen.

Förderhinweis: Das Projekt wurde durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert.

Dr. Mandy Pastohr, Präsidentin des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, begleitet die feierliche Einweihung und betonte, wie wichtig Sekundärrohstoffe aber auch Klimaneutralität sind. Sie lobt in ihrer Rede explizit die intrinsische Innovationskraft des Unternehmens Aurubis am Standort Lünen.

1) Normkubikmeter

Aurubis AG
Christoph Tesch
Head of Corporate Communication
Phone:+49 40 7883 2178